Vier Oberhausener in Paris

           oder          

Die letzte Metro

 

Der Titel sagt eigentlich schon alles: Wir vier sind am ersten Septemberwochenende aufgebrochen einen schönen Nachmittag und Abend auf dem Düsseldorfer Flughafen zu verbringen.

Eigentlich sollten wir um 16.30 Uhr abfliegen, aber unsere Air France Maschine war "ausgefallen" und wir wurden auf eine spätere Maschine "verlegt", die dann Verspätung hatte und Verspätung hatte.... bis wir endlich gegen 19.00Uhr abflogen. Man hatte uns mit Verzehrgutscheinen "ruhiggestellt", und mit einem Gläschen Sekt lässt sich Warten besser ertragen.

Gelandet, Tickets gekauft, Zug in die City genommen, Taxi gechartert, zum Hotel Tourraine Opéra gefahren, ausgepackt, frischgemacht..... und hinein ins regnerische Pariser Nachtleben!  

Jörg als Metroadministrator musste nur sagen: "Folgt mir!", und wir liefen brav hinter ihm her. Die Champs Elysees bei Nacht, belebt und beleuchtet, wir folgten ihr in ihrer ganzen Länge, besichtigten den Arc de Triomphe - kleiner als erwartet - und nahmen die nächste Metro. In Saint Germain fanden wir in der Nähe der Metrostation ein Bistro, in dem wir die müden Füße ausruhen und etwas trinken konnten. Mitten in die Planung des nächsten Tages hinein sagte Gudrun, verträumt ihr Weinglas in der Hand haltend:" Komisch, an der Metro sind gerade die Lampen ausgegangen!"

 

Man hält es nicht für möglich, aber in der Weltstadt Paris werden alle Metrostationen um ein Uhr nachts geschlossen!

Paris bei Nacht ist ein Erlebnis! Man kann es allerdings dadurch steigern, dass man dieses Erlebnis zu Fuß hat, für die Dauer von drei Stunden. Denn so lange brauchten wir, bis wir, alle wichtigen und unwichtigen Sehenswürdigkeiten inklusive der Pariser Hauptpost würdigend, wieder an unserem Hotel ankamen. Unsere Versuche, ein Taxi oder einen Bus zu bekommen, waren vergebens. Unterwegs wurde immer wieder der Wunsch wach sich hinzusetzen und auf die erste Metro zu warten. 

Nach einem guten Frühstück fühlten wir uns stark genug es wieder mit Paris aufzunehmen: Wir wollten zu Sacre Coeur, der weißen Kirche auf dem Hügel und zum Montmartre.                                                                                                                   Strategische Planung ergab: zu Fuß bergauf!!        

Der Anblick ist überwältigend, wenn man sich auf dem  Montmartre befindet und über sich die weiße Kirche bestaunt. Hinter und unter sich Paris, vor sich den Kirchberg, rundherum Touristen, Devotionalienhändler, fliegende Händler, Reiseleiter, .......    

                                                                  

Und so stehen die Menschen gefesselt vom Anblick .......  staunend da.

 

 

 

Die Künstler haben sich direkt neben der Kirche niedergelassen, man kann sie nicht verfehlen -  Montmartre!

 

                            

Unser nächstes Ziel, der Eiffelturm, zeigte sich so stark verschleiert, dass wir beschlossen, die sehr kurze Nachtruhe durch einen Mittagsschlaf auszugleichen.

 Unseren Tee nahmen wir dann im Salon du Thé oben auf der Dachterasse der Galerie Lafayette.

 

Im Laufe des Nachmittags erwanderten wir weitere Eindrücke, bis wir zur Kathedrale von Notre Dame kamen und wieder einmal staunend vor steingewordener Baukunst standen.

 

Nach einem Abendessen im Quartier Latin nutzten wir die Gelegenheit, Paris bei Nacht vom Wasser aus zu erleben, natürlich wesentlich weniger anstrengend als unsere Nachtwanderung! 
Gespannt warteten wir auf den Höhepunkt der Tour: La Tour Eiffel!! 
                                                                   
Nach erfolgreicher Heimfahrt mit der Metro - man lernt dazu!! - , erholsamer Nachtruhe und einem guten Frühstück versuchten wir ein zweites Mal den Eiffelturm zu besichtigen. Lange Schlangen, etwas Regen, und dann war es soweit!! Mit dem Lift fuhren wir zur oberen Plattform und - Paris lag uns wieder einmal zu Füßen.
Wir nehmen Abschied von diesem phantastischen Bauwerk und wenden uns einem anderen imposanten Gebäude zu, dem Invalidendom, gebaut, um Napoleons Sarkophag die angemessene Ruhestätte zu geben, auf der Rückseite des Altars befindet sich die Soldatenkirche, hübsch getrennt von der pompösen Anlagepause .
Nach einer Mittagspause in den Tuilerien durchqueren wir den Park und landen am Louvre, leider zu müde, um hineinzugehen. Wir überqueren die Seine und vorbei am Centre Pompidou begeben wir uns auf den Rückweg zu unserem Hotel, um die Koffer abzuholen und mit dem Zug zum Flughafen zu fahren.

Ein letzter Blick auf die Silhouette von Paris: ein ereignisreiches Wochenende hat seinen Abschluss gefunden. Adieu, au revoir Paris!